Andreas Sander: Sechster am historischen Tag

Egal wie die weitere Karriere von Andreas Sander noch verlaufen wird: An die 78. Hahnenkammabfahrt wird er sich der Westfale ganz sicher bis an sein Lebensende erinnern. Es war der Tag, als deutsche Sportgeschichte am heiligsten Berg des Wintersports geschrieben wurde.Genau 39 Jahre mussten Deutschland Skifans darauf warten, dass mit Andis Mannschaftskollegen Thomas Dressen wieder ein Deutscher das Hahnenkammrennen gewinnt. Kein Fahrer der deutschen Speedmannschaft war damals überhaupt schon geboren. Es war einfach unglaublich, dieser Samstag in Kitzbühel!

Neben der Teilhabe an diesem historischen Ereignis machte auch die eigene Leistung den Tag für Andi so besonders. Als Sechster erzielte er immerhin sein zweitbestes Karriereresultat. Viel wichtiger aber war für den 28-jährigen Wahl-Burgberger, dass er bis ca. 10 Sekunden vor dem Ziel auf Podiumskurs war. Ganze 0,04 Sekunden lag er da noch hinter seinem Team-Kollegen, holte Zehntel um Zehntel auf, als ihn ein Schlag bei Ausfahrt in der Traverse von der Ideallinie in die Tiefschnee brachte: Und schon war er zunichte, der Traum von der Gondel für 2018. Die Enttäuschung war groß.Gut zwei Tage brauchte Andi, um diese Enttäuschung vollständig zu verarbeiten. Bei seiner Anreise zum Heimweltcup von Garmisch zeigte er sich schon wieder kämpferisch: „Das Positive überwiegt: Bis wenige Meter vor dem Ziel war ich auf Podiumskurs beim wichtigsten Rennen der Welt. In Kitzbühel konkurrenzfähig zu sein, war immer das große Ziel. Das bin ich jetzt und das muss ich mitnehmen. Nach Wengen und Bormio habe ich ein gutes Wochenende auf der Streif gehabt. Das muss ich jetzt mitnehmen in die nächsten Aufgaben.“Gelegenheit hierzu wird Andi am Samstag haben, wo auf der Kandahar-Piste von Garmisch-Partenkirchen der letzte der drei Januar-Klassiker ausgetragen wird.

Text und Bild sind von Andreas Sanders Internetseite: http://www.andreas-sander.com/

Das SnowTeam gratuliert Andreas zu dieser tollen Leistung